Was Theater für mich bedeutet

Theater beginnt für mich mit Menschen. Mit ihrer Neugier, ihrer Eigenart und dem Mut, sich zu zeigen. Mich berührt der Moment, in dem aus einem geschriebenen Satz eine lebendige Begegnung wird – wenn ein Blick, eine Pause oder eine kleine Geste plötzlich mehr erzählt als viele Worte.

Als Regisseurin darf ich diesen Weg begleiten. Ich bringe Bilder und Ideen mit und freue mich, wenn im gemeinsamen Ausprobieren etwas entsteht, an das ich selbst noch nicht gedacht habe. Dabei braucht es Vertrauen, aber auch Ausdauer, Verbindlichkeit und die Bereitschaft, sich immer wieder mit der eigenen Rolle auseinanderzusetzen. Spielfreude wächst für mich dort, wo wir uns aufeinander verlassen können.

„Lasst eure Mitspieler leuchten“ ist ein Gedanke, der mich besonders begleitet. Wer auf der Bühne wirklich zuhört und seinem Gegenüber Raum gibt, macht die Szene lebendig. Das gilt für die große Rolle genauso wie für den kleinen Auftritt – und ebenso für die vielen Menschen hinter der Bühne.

Ich liebe den Humor, die Verwandlung und die Freiheit, auch einmal unvernünftig sein zu dürfen. Zugleich interessieren mich die Fragen hinter einer Geschichte: Warum handeln Menschen so? Was trennt sie, was bringt sie einander näher? Beim Theater können wir darüber lachen, erschrecken und etwas von uns selbst entdecken.

Und dann ist da dieser Augenblick vor dem ersten Satz: Das Publikum wird still, die Aufmerksamkeit sammelt sich, und unsere gemeinsame Arbeit beginnt zu atmen. Dafür mache ich Theater – für diese lebendigen Momente, die wir miteinander erschaffen und die manchmal noch lange nach dem letzten Applaus bleiben.

Herbst 2026

Molières „Der eingebildete Kranke“ ist für mich weit mehr als eine Komödie über einen Mann, der ständig um seine Gesundheit bangt. Das Stück erzählt von der Sehnsucht nach Sicherheit, von der Macht der Angst und davon, wie leicht wir den Blick für das Leben verlieren, wenn wir es unentwegt kontrollieren wollen.

Argan richtet seine Welt nach Krankheiten, Arzneien und ärztlichen Vorschriften aus. Dabei übersieht er manches, was unmittelbar vor ihm liegt: die Wünsche seiner Tochter, die Absichten seiner Frau und die Menschen, die ihm aufrichtig zugetan sind. Besonders Toinette hält ihm mit Witz, Mut und gesundem Menschenverstand einen Spiegel vor.

In meiner Inszenierung war es mir wichtig, hinter der Komik auch den Menschen sichtbar werden zu lassen. Argan darf uns zum Lachen bringen – und zugleich dürfen wir etwas von uns selbst in ihm erkennen. Wer kennt nicht den Wunsch nach Gewissheit oder die Hoffnung, jemand anderer könne uns sagen, wie wir richtig leben sollen?

Gemeinsam mit dem Ensemble des Theaters Purkersdorf habe ich nach dem Zusammenspiel von sprachlichem Witz, körperlicher Komik und ehrlichen Beziehungen gesucht. Die Figuren haben ihre eigenen Wünsche, Ängste und Widersprüche. Aus diesen entsteht für mich lebendiges Theater: wenn jede und jeder die eigene Rolle ernst nimmt und dabei die Mitspielenden leuchten lässt.

Dass ein Stück aus dem Jahr 1673 uns heute noch so unmittelbar erreicht, macht seine besondere Kraft aus. Wir lachen über Argan und seine Welt – und vielleicht nehmen wir dabei eine kleine Frage mit nach Hause: Wie viel Raum geben wir unserer Angst, und wie viel lassen wir dem Leben?

 

      Regina Sykora Regie

Sommer 2026

Als ich „Das beGEISTERte HAUS“ schrieb, stand für mich eine Frage im Mittelpunkt: Was macht ein Haus zu einem Zuhause? Sind es seine Mauern, sein Wert, seine Lage – oder die Geschichten, Erinnerungen und Beziehungen, die darin ihren Platz gefunden haben?

In diesem Haus begegnen einander Menschen und Geister aus unterschiedlichen Zeiten. Sie bringen ihre Eigenheiten, Wünsche und Ängste mit. Das sorgt für allerlei komische Verwicklungen. Doch als ihr Zuhause bedroht wird, müssen sie über ihre Unterschiede hinauswachsen und lernen, gemeinsam zu handeln.

Als Autorin und Regisseurin wollte ich eine Geschichte erzählen, die Kinder und Erwachsene auf unterschiedliche Weise anspricht: mit Spuk und Schabernack, Musik und überraschenden Begegnungen, aber auch mit Fragen nach Besitz, Verantwortung und Zusammenhalt. Was geschieht, wenn Geld und persönliche Interessen wichtiger werden als das Wohl anderer? Und woher nehmen wir den Mut, uns dagegenzustellen?

Besonders schön war für mich, diese Figuren gemeinsam mit unserem Ensemble zum Leben zu erwecken. Kinder, Jugendliche und Erwachsene gestalten hier miteinander eine Welt, in der jede und jeder etwas Eigenes beitragen kann. Caroline Vasiceks Musik gibt dieser Welt eine weitere Stimme und lässt ihre Gefühle hörbar werden.

Ich wünsche mir, dass unser Publikum lacht, mitfiebert und die Bewohner dieses ungewöhnlichen Hauses ins Herz schließt. Vielleicht bleibt am Ende auch ein Gedanke: Ein Zuhause braucht Menschen, die füreinander einstehen. Manchmal helfen sogar ein paar Geister dabei.

Regina Sykora · Autorin und Regisseurin

Sommer 2025
In 80 Tagen um die Welt


 

Worte der Regisseurin

 

Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer,

es ist mir eine große Freude, Ihnen unser Theaterstück "In 80 Tagen um die Welt" präsentieren zu dürfen. Dieses Stück erzählt nicht nur die abenteuerliche Reise von Phileas Fogg rund um den Globus, sondern vermittelt auch eine tiefere Botschaft: 

 

 

Es geht um Mut, Entschlossenheit und den Wert der Freundschaft.

 

 Die Geschichte zeigt uns, dass es nicht allein auf Geschwindigkeit oder Perfektion ankommt, sondern vielmehr auf Zusammenhalt, gegenseitiges Vertrauen und die Bereitschaft, Herausforderungen gemeinsam zu meistern.

 

Ich möchte an dieser Stelle mein großes Lob und meinen tiefen Dank an unser Ensemble aussprechen. Mit beeindruckender Leidenschaft und unermüdlichem Einsatz haben sich die Schauspielerinnen und Schauspieler in ihre Rollen eingefunden und das Stück mit Leben gefüllt. Ihre Energie, ihr Engagement und ihre Bereitschaft, immer wieder Neues auszuprobieren, haben diese Inszenierung zu etwas ganz Besonderem gemacht.

 

 

 

Doch ein solches Theaterprojekt wäre ohne die vielen Menschen im Hintergrund nicht möglich. Ein großes Dankeschön gilt unserem engagierten Bühnenbau-Team, das mit viel Kreativität und handwerklichem Geschick eine eindrucksvolle Bühnenlandschaft geschaffen hat. Ebenso möchte ich den talentierten Kostümgestalterinnen danken, die mit viel Liebe zum Detail dafür sorgen, dass unsere Charaktere so authentisch wirken.

Ein weiteres herzliches Dankeschön geht an unser Organisationsteam, das unermüdlich im Hintergrund wirkt und dafür sorgt, dass alles reibungslos ablaufen kann – von der Planung der Proben bis hin zu den Aufführungen.

 

All diesen wunderbaren Menschen gebührt mein aufrichtiger Dank. Ohne ihren Einsatz und ihre Hingabe wäre dieses Theaterprojekt nicht in dieser Form möglich gewesen.

Ich wünsche Ihnen nun viel Freude bei unserer Vorstellung und hoffe, dass Sie von der Geschichte genauso begeistert sein werden wie wir es während der gemeinsamen Probenzeit waren.

 

Mit herzlichen Grüßen, Ihre Regisseurin Regina Sykora

Sommer 2024

Zauberer von Oz

Eine erfolgreiche Sommerproduktion des Theater Purkersdorf

Worte der Regisseurin

Das Stück „Der Zauberer von Oz“ vermittelt uns eine bedeutende Lektion, die sich tief in unserer Arbeit widerspiegelt: Oft suchen wir nach äußeren Lösungen und Bestätigungen, während die wahren Stärken bereits in uns selbst vorhanden sind. Der Weg unserer Heldinnen und Helden zeigt uns, dass Mut, Herz und Verstand keine Eigenschaften sind, die uns von außen verliehen werden, sondern Fähigkeiten, die wir durch Vertrauen in uns selbst und durch die Unterstützung von anderen entfalten können.

Die tapfere Dorothy, der mutige Löwe, der herzliche Blechmann und der schlaue Vogelscheuche lernen, dass sie die Eigenschaften, nach denen sie suchen, bereits in sich tragen. Diese Erkenntnis spiegelt sich auch in unserer Arbeit wider. Unser Ensemble hat gezeigt, dass durch die Unterstützung und den Teamgeist die größten Herausforderungen gemeistert und die wertvollsten Erfolge erzielt werden können.

Diese Reise hat uns als Team zusammenwachsen lassen und uns gelehrt, dass wahre Stärke und Erfolg durch das Vertrauen in unsere eigenen Fähigkeiten und durch den gegenseitigen Support entstehen. Jeder von euch hat durch Mut, Herz und Verstand einen unverzichtbaren Beitrag geleistet, der unser Projekt erst zu dem gemacht hat, was es ist.

Wir sind voller Dankbarkeit für eure harte Arbeit und Leidenschaft. Ohne diesen Einsatz wäre unser Vorhaben nicht das geworden, was es heute ist. Wir schätzen die Unterstützung und den Beitrag jedes Einzelnen und sind stolz auf das, was wir gemeinsam erreicht haben.

Es ist bereits eine wunderbare Tradition geworden, das Ensemble des Theater Purkersdorf lädt zu einem romantisch weihnachtlichen Abend in den Steinbruch Dambach.

             Sommer 2023

Als Regisseur des Theaterstücks "Dr. Dolittle" liegt mein Hauptaugenmerk auf der Darstellung der faszinierenden Arbeit und der darin enthaltenen Moral. Das Stück präsentiert eine wunderbare Mischung aus Abenteuer, Fantasie und tiefgründigen Botschaften.

Die Arbeit an diesem Theaterstück erfordert eine Vielzahl von kreativen Elementen. Wir nutzen innovative Bühnenbilder und visuelle Effekte, um die Welt von Dr. Dolittle zum Leben zu erwecken. Die Verwendung von Puppenspiel, Kostümen und Masken ermöglicht es uns, die verschiedenen Tiere in der Geschichte lebendig und authentisch darzustellen. Zudem setzen wir auf musikalische Einlagen, die die Stimmung und den Charme des Stücks verstärken.

Eine der Hauptmoralen des Stücks ist die Bedeutung der Kommunikation und des Verständnisses zwischen Menschen und Tieren. Dr. Dolittle verkörpert die Idee, dass alle Lebewesen eine Stimme haben und dass wir die Verantwortung tragen, ihnen zuzuhören und für sie zu sorgen. Die Geschichte betont, dass Tiere und Natur Teil unserer Welt sind und Respekt und Mitgefühl verdienen.

Darüber hinaus thematisiert das Stück auch die Bedeutung von Abenteuerlust und Entdeckungen. Dr. Dolittle ermutigt das Publikum, die Grenzen der Konventionen zu überschreiten und mutig neue Wege zu gehen. Es geht darum, dass man seine Talente und Fähigkeiten nutzt, um anderen zu helfen und eine positive Veränderung in der Welt zu bewirken.

Das Theaterstück "Dr. Dolittle" bietet dem Publikum nicht nur ein unterhaltsames und fantasievolles Erlebnis, sondern regt auch zum Nachdenken über wichtige Themen wie Tierwohl, Kommunikation und Umweltschutz an. Es ermutigt die Zuschauer, Empathie zu entwickeln und Verantwortung für unsere Mitgeschöpfe zu übernehmen.
 

Als Mentorin des Regisseurs Andi Welser, des Theaterstücks "Der Vorname" möchte ich gerne eine Zusammenfassung aus meiner Perspektive geben.

"Der Vorname" ist eine schwarze Komödie, die von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière geschrieben wurde. Das Stück dreht sich um eine kontroverse Diskussion, die bei einem Abendessen unter Freunden entsteht, als einer von ihnen den Namen seines ungeborenen Kindes preisgibt.

Die Geschichte spielt sich hauptsächlich in einem Wohnzimmer ab, wo die Freunde zusammenkommen, um zu feiern und Zeit miteinander zu verbringen. Die anfänglich fröhliche Stimmung ändert sich jedoch dramatisch, als Vincent, einer der Gäste, den Namen seines zukünftigen Sohnes enthüllt: Adolf. Diese Offenbarung löst eine Welle der Empörung, Kontroverse und hitzigen Diskussionen aus.

Während des gesamten Stücks werden Tabuthemen wie politische Korrektheit, persönliche Überzeugungen und Vorurteile aufgegriffen. Die Charaktere offenbaren nach und nach ihre eigenen tief verwurzelten Vorurteile und Ängste, was zu einem wahren Beziehungsdrama führt. Die Dialoge sind geistreich, scharfzüngig und voller Ironie, wodurch das Publikum sowohl zum Lachen als auch zum Nachdenken angeregt wird.

Als Regisseurin ist es meine Aufgabe, die Spannung zwischen den Charakteren auf der Bühne zum Ausdruck zu bringen und gleichzeitig den feinen Balanceakt zwischen Komödie und ernsthafter Auseinandersetzung zu wahren. Durch geschicktes Bühnenbild und Lichtsetzung schaffe ich eine Atmosphäre, die die emotionale Intensität der Situation verstärkt und die Zuschauer in die Handlung hineinzieht.

Die Moral von "Der Vorname" liegt in der Auseinandersetzung mit den eigenen Vorurteilen und dem Verständnis für die Perspektiven anderer. Das Stück zeigt, wie schnell Vorurteile und Konflikte entstehen können, wenn Menschen sich von ihren Emotionen leiten lassen, anstatt offen und respektvoll miteinander zu kommunizieren. Es erinnert uns daran, dass wir uns bewusst sein sollten, wie unsere Worte und Taten auf andere wirken und wie wichtig es ist, Empathie und Verständnis zu fördern, um echte Verbindungen aufzubauen.

Insgesamt bietet "Der Vorname" dem Publikum eine fesselnde und kontroverse Theatererfahrung, die zum Nachdenken anregt und wichtige Fragen über zwischenmenschliche Beziehungen, Kommunikation und Vorurteile aufwirft.

 

Herbst 2022

Sommer 2021

Als Regisseurin und der Schreiberin der Theaterfassung des Theaterstücks "Rumpelstilzchen" möchte ich Ihnen gerne eine Zusammenfassung aus meiner Perspektive geben.

"Rumpelstilzchen" ist ein beliebtes Märchen der Gebrüder Grimm, das auf der Bühne zum Leben erweckt wird. Die Geschichte dreht sich um eine Müllerstochter, die behauptet, Stroh zu Gold spinnen zu können, nachdem ihr Vater dies dem König erzählt hat. In ihrer Verzweiflung, ihr Versprechen zu erfüllen, trifft sie auf einen geheimnisvollen kleinen Mann namens Rumpelstilzchen, der ihr hilft, aber einen hohen Preis fordert.

Das Stück spielt in einer märchenhaften Welt und verwendet ein reiches Bühnenbild, um die Atmosphäre und den Zauber des Märchens zu vermitteln. Die Kostüme und das Make-up sind kreativ gestaltet, um die Charaktere zum Leben zu erwecken und ihre einzigartigen Persönlichkeiten hervorzuheben.

Die Handlung konzentriert sich auf das Thema Versprechen und deren Konsequenzen. Die Müllerstochter ist gezwungen, ihre Versprechen zu halten und die Herausforderungen zu bewältigen, die Rumpelstilzchen ihr stellt. Dabei werden auch moralische Fragen aufgeworfen, wie die Bedeutung von Ehrlichkeit, Verantwortung und den Wert von Versprechen.

Als Regisseurin lenke ich die Aufmerksamkeit auf die Charakterentwicklung der Müllerstochter, ihre Transformation von Naivität und Verzweiflung zu Selbstbewusstsein und Entschlossenheit. Ich arbeite eng mit den Schauspielern zusammen, um ihre emotionalen Reisen darzustellen und die Botschaft des Stücks zu vermitteln.

Die Moral von "Rumpelstilzchen" liegt in der Bedeutung von Ehrlichkeit, Verantwortung und der Macht der Worte. Das Stück ermutigt das Publikum, die Konsequenzen ihrer Versprechen zu bedenken und sich bewusst zu sein, dass man für sein Handeln einstehen muss. Es betont auch die Bedeutung von Werten wie Integrität und gegenseitigem Respekt.

Insgesamt bietet "Rumpelstilzchen" dem Publikum ein unterhaltsames und lehrreiches Theatererlebnis, das die Magie der Märchenwelt einfängt und gleichzeitig wichtige Lektionen über Ehrlichkeit, Verantwortung und den Wert von Versprechen vermittelt.

 

Schauspiel Workshop                

 

Das Ziel unserer Workshops ist es, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen komplett sie selbst sein können und die Möglichkeit haben, sich in einem entspannten, angstfreiem Umfeld mit viel Spaß im Schauspiel auszuprobieren, innere Stärken und Talente zu entdecken denn jeder von uns hat eine Vielzahl von Talenten. 

Schauspiel und Improvisation sind großartige Werkzeuge für Menschen aus allen und für alle Lebensbereiche!

Arbeit an der Stimme, authentisches Auftreten und gute Präsentationsfähigkeiten werden gestärkt

Du kannst Gefühle ausdrücken, neue Impulse und Sichtweisen gewinnen.

Und es macht unglaublich viel Spaß!

Beginn: 14. Sept. 2020 bis 16.Nov. 2020 / 10 Montage

Zeit: 18 Uhr – 20 Uhr

Ort: voraussichtlich Purkersdorfer Stadtsaal

Teilnehmer: Mindestens 8 Maximal 15

 

Workshopleitung: Regina Sykora, Eva Peschta

 

Der Räuber Hotzenplotz

 

Worte der Autorin der Theaterfassung und Regisseurin

Otfried Preußlers „Der Räuber Hotzenplotz“ steckt voller Abenteuer, Witz und liebenswerter Figuren. Diese Geschichte für die Bühne zu bearbeiten und meine eigene Theaterfassung gemeinsam mit dem Ensemble zum Leben zu erwecken, war für mich eine besondere Freude.

Beim Schreiben und Inszenieren war mir wichtig, den Charme der Vorlage zu bewahren und zugleich Raum für unser Ensemble zu schaffen. Mit lebendigen Dialogen, körperlicher Komik und überraschenden Begegnungen sollte eine Welt entstehen, in der Kinder mitfiebern und auch Erwachsene ihr Vergnügen finden.

Besonders am Herzen liegt mir die Freundschaft zwischen Kasperl und Seppel. Die beiden sind unterschiedlich, machen Fehler und geraten in Schwierigkeiten. Doch sie lassen einander nicht im Stich. Ihre Geschichte erzählt davon, dass Mut auch bedeutet, trotz seiner Angst zu handeln – und dass man gemeinsam über sich hinauswachsen kann.

Theater lebt für mich von den Menschen, die es gestalten. Erst durch die Ideen, die Spielfreude und das Zusammenspiel unseres Ensembles wurden aus geschriebenen Worten lebendige Figuren und ein gemeinsames Abenteuer mit dem Publikum.

Regina Sykora · Theaterfassung nach Otfried Preußler und Regie

Lamorte

30 Jahre nach der Matura treffen sich zwölf ehemalige Schulfreundinnen. Eine von ihnen ist die wohlhabende und erfolgreiche Iris, die die Initiative ergriffen hat, die anderen über ein Wochenende in einen romantischen Gasthof auf dem Land einzuladen. Man genießt zunächst den Tag bei gutem Essen, macht gemeinsam einen Ausflug und erzählt sich Geschichten aus dem vergangenen Leben. Man gräbt in der Erinnerung und es kommen längst vergessene Erlebnisse und Streitereien wieder ins Bewusstsein.

Iris wartet bis zum festlichen Abendessen, bei dem sie der Damenrunde mitteilt, dass sie todkrank ist. Sie schockiert mit dem Wunsch, ihr Leben im Kreis ihrer Freundinnen selbst zu beenden.

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